Montag, 25.02.2008

Kleine Schnitte, schnelle Genesung

„Schlüsselloch-Chirurgie“: 110 Zuhörer bei Vortrag von Dr. Thomas Weber im St. Elisabeth-Hospital. Wie sich die Zeiten ändern: „Vor 20 Jahren blieb ein Patient nach einer Leistenbruch Operation drei Wochen im Krankenhaus – heute geht er schon nach drei Tagen wieder nach Hause“.

: Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Chefarzt Dr. Thomas Weber Einzelfragen von Zuhörern im persönlichen Gespräch.Klicken um Bild zu vergrößern

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Chefarzt Dr. Thomas Weber Einzelfragen von Zuhörern im persönlichen Gespräch.

Mit diesen Worten beschrieb Chefarzt Dr. Thomas Weber, Leiter der Abteilung für Chirurgie des St. Elisabeth-Hospitals, die positiven Folgen einer Revolution in der Oparationstechnik, die sich seit Ende der 80er-Jahre in Deutschlands Krankenhäusern abgespielt: die Einführung der „Schlüsselloch- Chirurgie“.

Sein Referat mit dem Titel „Mal eben ins Krankenhaus“ zog rund 110 Zuhörer ins St. Elisabeth-Hospital. Der Vortrag stand im Rahmen der Reihe „Medizinischer Mittwoch“, mit der das Krankenhaus regelmäßig über Gesundheitsthemen informiert.

Zahlreiche Operationen im Bauchraum sind inzwischen nach der neuen Methode möglich: etwa an Blinddarm und Gallenblase, bei Leisten- oder Zwerchfellbruch sowie bei Eingriffen an Magen- und Darmsystem. Dabei wird unter Verzicht auf große Schnitte lediglich eine kleine Öffnung der Bauchdecke vorgenommen. Durch diesen Zugang erfolgt dann mit speziellen Mikroinstrumenten die eigentliche Operation – unter permanenter Überwachung durch eine Minikamera, deren Bilder auf einen Monitor übertragen werden. Um seinen Zuhörern den Ablauf anschaulich zu machen, hatte Dr. Weber einen kompletten OP Turm in den großen Konferenzraum des Krankenhauses gebracht und dort dessen Kameras, Kaltlichtquellen und Monitore in Betrieb genommen – selbstverständlich nur in Form einer „Trockenübung“.

„Die in der Fachsprache „minimal-invasiv“ genannte Operationstechnik bringt viele Vorteile für Patienten: Sie sind schneller wieder mobil, sie empfinden weniger Schmerzen, die Körperfunktionen setzen schneller wieder ein, und einen normale Ernährung ist schneller wieder möglich“, umriss der Chefarzt den Nutzen für Patienten. Sinnvoll sei das Verfahren auch unter kosmetischen Gesichtspunkten, da nur minimale Operationsnarben zurückbleiben.

Zu Beginn hatte Krankenhaus Geschäftsführer Joachim Stapper – Müer die Zuhörer begrüßt. Gleichzeitig wies er bereits auf den nächsten „Medizinischen Mittwoch“ hin: Am 02.April wird Chefarzt Guido H. Boucsein, Leiter der Abteilung für Urologie unter dem Titel “Vom Kürbiskern zum Laserschwert“ über die Behandlung von Prostata Beschwerden sprechen.

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