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Technische Ausstattung
In unserer Abteilung wird jeder Patient nach den modernsten medizinischen Entwicklungen und Empfehlungen therapiert. Dieses gewährleisten wir durch eine optimale technische Ausstattung. Im Folgenden beschreiben wir einige wichtige Aspekte dieser außergewöhnlichen technischen Ausstattung.
Intraoperative Sonographie
- Mittels der intraoperativen Sonographie lassen sich viele Organe während der Operation am offenen Bauch noch genauer untersuchen als dies vor der Untersuchung möglich ist. Mit dieser Technik lassen sich Organveränderungen, Raumforderungen, Flüssigkeitsansammlungen (Zysten), Einblutungen und Tumorausdehnungen zur Darstellung bringen. Verwendet werden sterilisierte Schallköpfe, die vom Operateur oder einem Radiologen bedient und geführt werden. Dieses Verfahren erweitert das Sichtfeld und das Tastgefühl des Chirurgen um ein Vielfaches, so dass die Operation wesentlich besser geplant werden kann. So ist beispielsweise die moderne Leberchirurgie ohne den intraoperativen Ultraschall unvorstellbar. Er stellt die Grundlage dar, um das Ausmaß der zu entfernenden Leberanteile genau zu bestimmen. Auf diese Weise wird die Patientensicherheit deutlich erhöht.
Nervus recurrens Monitoring (Schilddrüse)
- Etwa 100000 Schilddrüsenentfernungen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Bei der Operation kann es zu einer Verletzung des so genannten Stimmbandnerven (N. laryngeus recurrens) und eines Kehlkopfnerven (Ramus externus des N. laryngeus superior) kommen. Beide Nerven verlaufen auf jeder Seite der Schilddrüse bis an den Kehlkopf. Sie liegen damit unmittelbar an der Schilddrüse. Bei der Operation sollten diese Nerven nicht verletzt werden, da es sonst zu einer anhaltenden Heiserkeit (N. laryngeus recurrens) bzw. zum Verlust der Stimmhöhe sowie zu einer schnellen Ermüdbarkeit der Stimme (Ramus externus des N. laryngeus superior) kommen kann. Die Häufigkeit der anhaltenden einseitigen Stimmbandnervschädigungen wird in der Literatur mit 0,9 % bis zu 14 % angegeben. Um Nervenverletzungen zu vermeiden verwenden wir bei allen Operation an der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse das sogenannte Neuromonitoring. Mit dieser Technik kann eine Identifikation und eine Funktionsbeobachtung der Nerven während der Operation erfolgen. Diese Methode wird routinemäßig in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie eingesetzt und soll das Risiko von Stimmband- und Kehlkopfnervenverletzungen vermindern.
Neueste OP-Saal-Technik
- Im Rahmen umfänglicher Neubaumaßnahmen wurde in unserem Haus ein neuer Zentral-OP gebaut, der Anfang 2006 in Betrieb genommen wurde. Der neue Zentral-OP verfügt über die modernste Lüftungs- und Klimatechnik. Darüber hinaus sind die Säle multifunktionell nutzbar und auf dem neuesten Stand der Technik. Bedingt durch eine Vernetzung aller Daten innerhalb des Krankenhauses wird die kontinuierliche Datenvermittlung in den OP-Saal ermöglicht. Röntgenbilder können so aus der Röntgenabteilung auf die Monitore im OP-Saal eingeblendet werden. Eine Videoübertragungsanlage erlaubt die Bildübertragung aus dem OP-Feld mit hoher Auflösung. So können sowohl intraoperative Befunde im Rahmen von minimal invasiven (schlüssellochchirurgischen) Eingriffen, aber auch in der offenen Chirurgie bei Erfordernissen unmittelbar an den Chefarzt, die Oberärzte oder auch im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen nach extern weitergeleitet werden.
Digitale Videoüberwachung
- Eine digitale Videokonferenzanlage erlaubt die Bildübertragung aus allen OP-Sälen von den Kameras und anderen Bildquellen (z.B. Laparoskopie) zu Abstimmungs- und Ausbildungszwecken über das interne Datenverarbeitungsnetz der Klinik. Diese Videokonferenzanlage eignet sich speziell für Operationsseminare und Kongresse. Hiermit verbunden ist der Aufbau einer Datenbank zur Film- und Bilddokumentation.
Bipolare Blutstillung/Koagulation:
- In jedem OP-Saal stehen modernste Methoden zur mono- und bipolaren Blutstillung durch Elektrokauterisation zur Verfügung.
