Freitag, 08.09.2017 St. Elisabeth-Hospital BeckumAktuelles

17. September 2017 - Internationaler Tag der Patientensicherheit

Kommunikation im Gesundheitswesen - das ist das Thema des Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September 2017. Unter dem Motto "Wenn Schweigen gefährlich ist" wird das St. Elisabeth-Hospital Beckum in der Zeit vom 11. bis 18. September informieren, wie eine sichere Kommunikation im Gesundheitswesen funktionieren kann.

Eine gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist der Schlüssel zu mehr Patientensicherheit (v.l.): Dr. med Thea Krüger, die Hygienefachkraft Ulla Altewischer, Chefarzt Guido H. Boucsein und Dr. med. Bettina Brockmann.

In der Aufzugsvorhalle des Krankenhauses werden im Aktionszeitraum Stellwände mit Informationen zum Thema stehen, die Besucher, Patienten und Mitarbeiter einladen, sich zu informieren. "Wenn alle aktiv daran arbeiten, kann die Kommunikation im Krankenhaus deutlich verbessert und damit ein wichtiger Beitrag für mehr Patientensicherheit geleistet werden", betont Michaela Ochsenfeld, Leiterin des Qualitätsmanagements im St. Elisabeth-Hospital Beckum.    

"Ziel des diesjährigen Aktionstages ist es, für eine gute Kommunikation innerhalb des Behandlungsteams und mit dem Patienten zu sensibilisieren", so Ochsenfeld "Das fängt schon im Kleinen an: Bereits ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch kann die Behandlung fördern. Eine umfassende Information über Medikamente kann dazu beitragen, dass die Medikamente richtig und regelmäßig eingenommen werden. Zudem kann ein offener Austausch auf einer Station im Krankenhaus dazu führen, die Patientensicherheit bei der Übergabe von einer Schicht zur nächsten zu erhöhen.

Veranstalter des Internationalen Tages in Deutschland ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS). Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unterstützt den Gedanken des Aktionstages und wirbt bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür, den 17. September offiziell als "Internationalen Tag der Patientensicherheit" anzuerkennen.      

 

Zum Thema:  

Im St. Elisabeth-Hospital Beckum sorgen Patientenarmbänder für noch mehr Sicherheit. Das persönliche Armband, das im Februar 2014 im heimischen Krankenhaus eingeführt wurde,  bietet den Patienten eine Ausweisfunktion in allen Situationen im Krankenhaus, insbesondere bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einschließlich Operationen.   

Bei der stationären Aufnahme in das St. Elisabeth-Hospital Beckum werden die Patienten über Ihre derzeitigen Medikamente befragt. Dazu gehören auch Arzneimittel, die sie nicht täglich, sondern nur gelegentlich einnehmen und die eventuell selbst in der Apotheke, der Drogerie oder dem Reformhaus gekauft wurden. Das Ziel der Betreuung durch eine Klinische Apothekerin besteht darin, die richtigen Arzneimittel in der richtigen Dosierung zum richtigen Zeitpunkt und unter Vermeidung von Neben- und Wechselwirkungen zur Gewährung einer möglichst optimalen Arzneimitteltherapie zusammenzustellen.  

Ein weiterer Punkt, der zur Patientensicherheit beiträgt, ist die Optimierung der Hygienemaßnahmen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Dabei kommt der Händehygiene eine sehr große Bedeutung zu.

"Das St. Elisabeth-Hospital Beckum nimmt seit dem Jahr 2006 aktiv und mit Erfolg am Projekt Euregio MRSA-Netzwerk teil, das die Erfüllung von strengen Qualitätszielen fordert", so Ulla Altewischer. Um eine Weitergabe dieser Erreger im Krankenhaus möglichst zu vermeiden, wird bei jedem Patienten, der neu aufgenommen wird, erfolgt ein MRSA-Screening, das heißt, dass ein Abstrich mindestens aus Nase und Rachen eventuell auch aus Wunden durchgeführt wird.

So stehen die Mitarbeiter der Krankenhaushygiene immer wieder vor neuen Herausforderungen, da die neuen Empfehlungen vom RKI umgesetzt werden müssen. Zusätzlich gibt es Empfehlungen zur Hygiene, die den Arbeitsschutz (z.B. Handschuhe, Mund- und Nasenschutz), Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe (z.B. Umgang bei Tuberkulose) und die Aufbereitung von Medizinprodukten (Sterilisation von OP-Besteck) gesetzlich regeln.

Die vielfältigen Bemühungen um die Krankenhaushygiene wurden durch die erreichten Zertifikate belegt.