Die Sepsis ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, doch die wenigsten Menschen wissen, was diese Erkrankung bedeutet. Jährlich erkranken mindestens 230.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis, rund 85.000 von ihnen versterben. Ein nicht unerheblicher Teil der Erkrankungen und Todesfälle wäre vermeidbar, wenn Ursache, Diagnostik und Behandlung konsequenter angegangen würden.
„Sepsis, umgangssprachlich auch „Blutvergiftung“ genannt, ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Dabei gerät die körpereigene Immunabwehr außer Kontrolle und beginnt, die eigenen Organe zu schädigen“, erklärt die Ärztliche Direktorin des St. Elisabeth-Hospitals Beckum, Dr. Kathrin Hesselmann-Wagner.
Sepsis entsteht durch eine Infektion, Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen, ein schweres Krankheitsgefühl, Verwirrtheit, Wesensveränderung, Atemnot, Kurzatmigkeit, Herzrasen, niedriger Blutdruck, kalte, feuchte oder auch fleckige Haut können als Warnzeichen auf eine Sepsis hindeuten.
Nicht nur Bakterien und Pilze, auch virale Infektionen können zu einer Sepsis führen, etwa bei COVID-19 oder Grippe. Die häufigsten Infektionsquellen sind die Lunge und Atemwege, Harnwege, der Bauchraum sowie Wunden und Weichteile.
„Der beste Weg sich vor einer Sepsis zu schützen, ist die Verhinderung von Infektionen bzw. deren konsequente Behandlung“, so Dr. Hesselmann-Wagner.
Impfungen nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des RKI können eine der präventiven Maßnahmen sein.
Weltweit beteiligen sich Gesundheitsorganisationen, Krankenhäuser, Ärzt:innen und Betroffene an unterschiedlichen Aufklärungs- und Informationsaktionen.
„Im St. Elisabeth-Hospital Beckum wurde eine „Projektgruppe Sepsis“ gegründet, um das Bewusstsein für den lebensbedrohlichen Notfall Sepsis bei allen Mitarbeitenden zu schärfen“, so die Hygienefachkraft, Katja Rücker. Gemeinsam mit der angehenden Hygienefachkraft Anna Reski ist sie in den unterschiedlichen Fachabteilungen unterwegs, um zu sensibilisieren und aufzuklären.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/#start



