Das heimische Krankenhaus zählt damit zu den ersten Kliniken in Deutschland, die dieses spezielle neue Implantat anwenden. In der Schulterchirurgie wurden Prothesen lange Zeit mit einem großen Metallschaft im Oberarmknochen befestigt. Bei vielen Schulteroperationen gibt es jedoch schon seit über 20 Jahren modernere Lösungen mit kurzen Schäften oder ganz ohne Schaft.
Bei inversen Schulterprothesen, die vor allem bei schweren Schultererkrankungen eingesetzt werden, kamen bisher meist noch längere Schäfte zum Einsatz. Die neuen Kurzschaftprothesen bieten hier wichtige Vorteile: Sie schonen den Knochen und machen mögliche spätere Wechseloperationen einfacher und weniger belastend für die Patientinnen und Patienten.
„Ein weiterer Vorteil ist der schonendere Eingriff. Durch den Einsatz der Kurzschaftprothese können die Operationszeit und der Blutverlust verringert werden“, erklärt Dr. med. Malte Holschen, Sektionsleiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie am St. Elisabeth-Hospital Beckum.
Gleichzeitig wird eine stabile Verankerung im Knochen erreicht und ein gutes Behandlungsergebnis erzielt.
Das Implantat wird bereits seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt, zunächst vor allem in den USA. Nun steht diese moderne und schonende Behandlung auch den Patientinnen und Patienten in Beckum und der Region zur Verfügung.
Das St. Elisabeth-Hospital Beckum gehört zur St. Franziskus-Stiftung Münster. Sie zählt zu den größten konfessionellen Krankenhausgruppen Deutschlands. Die Stiftung trägt Verantwortung für derzeit 18 Krankenhäuser sowie zehn Behinderten- und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen. Zuletzt hat die Franziskus Stiftung per Juli 2025 die Mehrheitsanteile an der Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf GmbH (VKKD) übernommen. Zudem hält sie Beteiligungen u.a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. In den Einrichtungen der Franziskus Stiftung werden jährlich über 720.000 Menschen stationär und ambulant behandelt, in den Langzeiteinrichtungen etwa 1.000 Menschen betreut. Rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für kranke, behinderte und alte Menschen. Der Vorstand besteht aus Dr. rer. pol. Nils Brüggemann (Vorsitzender), Dr. med. Ulrich Knopp und Dr. rer. pol. Christian Frank.



