Eingeladen waren Ärztinnen und Ärzte aus der Region, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, leitende Mitarbeitende des Beckumer Krankenhauses sowie der Stiftungshäuser St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und St. Franziskus-Hospital Ahlen, Vertreter der St. Franziskus Stiftung Münster, ehemalige Mitarbeitende und viele dem Haus eng verbundene Gäste. Zur Begrüßung betonte die Ärztliche Direktorin Dr. Kathrin Hesselmann-Wagner die Bedeutung gepflegter Kontakte und Netzwerke. Mit knapp 500 Mitarbeitenden sei das St. Elisabeth-Hospital Beckum ein bedeutender Arbeitgeber in der Region und stehe für eine wohnortnahe medizinische Versorgung. „Wir bemühen uns alle stetig um Verbesserung, nehmen an uns herangetragene Kritik ernst, um Struktur und Prozesse anzupassen.“
Bürgermeister Gerdhenrich würdigte die Klinik als wichtigen Versorger für den Kreis Warendorf: „Ihr Haus hat trotz der vielen Herausforderungen einen guten und erfolgreichen Weg in die Zukunft gefunden und das ist auch nicht selbstverständlich!“
Propst Andreas Hagemann, Mitglied des Aufsichtsrates des Krankenhauses, sprach über die Bedeutung des Krankenhauses aus persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive. Als Seelsorger habe er stets engen Kontakt zum Krankenhaus gehabt. In seiner Ansprache stellte er den Grundsatz des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar – in Gesundheit wie in Krankheit.“ Sein Fazit: „Der Mensch muss in der Mitte stehen.“
Regionalgeschäftsführer Thorsten Keuschen freute mit Blick auf die Gäste, dass es „… gelungen ist, das Krankenhaus in die Mitte der Stadt Beckum zu rücken.“ Er fügte hinzu: „Das Gesundheitswesen besteht aus vielen Zahnräder – ein Krankenhaus ist nichts ohne die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, die das Vertrauen haben, das Netzwerk bilden und mit ihm zusammenarbeiten.“ Keuschen betonte die Rolle der Feuerwehr: „Die Feuerwehr unterstützt uns, wir unterstützen die Feuerwehr über das Notarztwesen.“ Zusammenfassend appellierte er an die Bürgerinnen und Bürger: „Setzen sie sich für ihr Krankenhaus, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass eine Klinik erhalten bleibt.“ Als positive Botschaft konnte er jedoch vermelden, dass das St. Elisabeth-Hospital Beckum 2025 einen positiven Jahresabschluss schreibt – was mit Applaus quittiert wurde.
Mit Blick auf die symbolisch aufgetürmten Bausteine benannte Keuschen einige wichtige Meilensteine, die das St. Elisabeth-Hospital Beckum in diesem Jahr stützen: Die Landeskrankenhausplanung 2025 kommt 2026 in die Umsetzungsphase. Für das Krankenhaus in Beckum bedeutet das, dass seit dem 1. Januar die Endoprothesen an Knie und Hüfte, die zuvor in Ahlen eingesetzt wurden, in Kooperation der Häuser der Region in Beckum implantiert werden. Etwa 700 Endoprothesen werden erwartet, wobei es für die Patientinnen und Patienten keinen Unterschied macht, ob sie zunächst im St. Franziskus-Hospital Ahlen oder im St. Elisabeth-Hospital Beckum ankommen. Die Häuser arbeiten unter dem Motto „Vernetzt – Versorgt – Vor Ort“ zusammen.
Keuschen stellte dar, dass im Jahr 2025 bereits 5,5 Mio. Euro investiert wurden und 2026 knapp 10.1 Mio. Euro geplant sind. Darunter sind neben dem weithin sichtbaren Neubau zum Beispiel energieerhaltende Maßnahmen, aber auch Verbesserungen wie der Austausch der alten Fernsehgeräte in den Patientenzimmern oder neue Fußböden. Er sprach auch den 495 Mitarbeitenden Dank aus, die die Patientinnen und Patienten durch die unvermeidlichen Phasen von Lärmbelästigung begleiten.
Aus der siebten Etage des Krankenhauses hatten die Gäste einen eindrucksvollen Blick auf die laufende Baustelle und nutzten den Neujahrsempfang für viele Gespräche in angenehmer Atmosphäre..
Die St. Franziskus-Stiftung Münster zählt zu den größten konfessionellen Krankenhausgruppen Deutschlands. Die Stiftung trägt Verantwortung für derzeit 18 Krankenhäuser sowie zehn Behinderten- und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen. Zuletzt hat die Franziskus Stiftung per Juli 2025 die Mehrheitsanteile an der Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf GmbH (VKKD) übernommen. Zudem hält sie Beteiligungen u.a. an ambulanten Rehabilitationszentren, Pflegediensten und Hospizen. In den Einrichtungen der Franziskus Stiftung werden jährlich über 720.000 Menschen stationär und ambulant behandelt, in den Langzeiteinrichtungen etwa 1.000 Menschen betreut. Rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für kranke, behinderte und alte Menschen. Der Vorstand besteht aus Dr. rer. pol. Nils Brüggemann (Vorsitzender), Dr. med. Ulrich Knopp und Dr. rer. pol. Christian Frank.



