Spezielle Behandlungsabläufe

Medizinischer Fortschritt macht sich nicht nur bei der Durchführung von Operationen bemerkbar, sondern betrifft im besonderen den Zeitraum vor und nach der jeweiligen Operation. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, alle an der Behandlung des individuellen Patienten beteiligten Berufsgruppen auf hohem Niveau zusammenwirken zu lassen. Dies betrifft gleichermaßen das ärztliche und pflegerische Personal aber auch die an der Behandlung beteiligten Krankengymnasten. Ergebnis dieses erfolgreichen Miteinanders soll die frühzeitige Beweglichkeit und der Beginn des Kostaufbaus nach der Operation sowie eine ausreichende Schmerztherapie sein.

Exemplarisch soll hier der Behandlungsablauf nach einer Dickdarmoperation skizzenhaft aufgezeigt werden:

  • Nach durchgeführter Operation wird der Patient noch am selben Tag mit Unterstützung aus dem Bett mobilisiert und erhält zum Abend Tee. Am 1. Tag nach der Operation wird die Nahrungsaufnahme gesteigert, Blasenkatheter zur Harnableitung entfernt und das Bewegungsausmaß gesteigert. Ziel ist es, den Patienten über einen längeren Zeitraum bereits im Sessel sitzen zu lassen. Begleitet wird dies durch eine intensive Schmerztherapie. Die weiteren Tage nach der Operation sind gekennzeichnet durch die Erlangung einer zunehmenden Beweglichkeit, die es dem Patienten ermöglicht, sich auch selbstständig ohne Hilfe zu bewegen und ihren ursprünglichen Aktivitätsgrad wieder zu erlangen. Mögliche Schläuche (sogenannte Drainagen) werden alsbald als möglich entfernt.


Dieses beschleunigte Zurückkehren zur eigentlichen „Normalität“ stellt eine wesentliche Voraussetzung dafür dar, dass der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden kann und so mögliche Risiken wie die Entstehung von Blutgerinnseln (sogenannte Thrombosen) aber auch Lungenentzündung verhindert werden können.