Was ist zu tun bei Arthrose des Hüft- und Kniegelenks?

Im Rahmen der Reihe "Medizinischer Mittwoch" fand im St. Elisabeth-Hospital Beckum ein Vortrag zum Thema: "Minimalinvasiver Gelenkersatz bei Arthrose des Hüft- und Kniegelenkes", statt. Die Interessierten informierten sich über die Themen Gelenkverschleiß, deren Entstehung und die Folgen. 

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Spezielle Orthopädische Chirurgie, Dr. med. Michael Könighaus, gab den Zuhörern zu Beginn der Veranstaltung zunächst einen kurzen Überblick über die Ursachen von Verschleißerkrankungen des Knie- und Hüftgelenkes, Beschwerden und Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten.

Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung und ca. 10% aller Männer und 18% aller Frauen die älter sind als 60 Jahre, sind betroffen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Knorpel vom Körper nicht repariert werden kann. Der Mediziner ging auf die typischen Anzeichen einer Arthrose ein zu denen unter anderem Anlaufschmerz, Belastungsschmerz, Ruhe- und Nachtschmerz sowie die Einschränkung der Beweglichkeit (Steifigkeit) zählen. Er erläuterte konservative Möglichkeiten, zu denen Medikamenteneinsatz und Krankengymnasitik gehören, aber auch operative Möglichkeiten.

"Bei der minimal invasiven Operation zum Einbringen eines künstlichen Hüftgelenkes wählt der Operateur einen anatomisch vorgegebenen Weg zwischen den Muskelgruppen am vorderen Oberschenkel. Die Muskeln werden lediglich zur Seite gehalten", erläuterte Dr. Könighaus. Im Gegensatz zu den traditionell etablierten Zugangswegen ist der Hautschnitt oft kleiner.

"Der große Vorteil ist, dass die Patienten nach dem minimal invasiven Eingriff in der Regel schneller wieder mobil sind und so der Heilungsverlauf verkürzt wird", betont der Facharzt, der am St. Elisabeth-Hospital Beckum im letzten halben Jahr mehr als 50 dieser Operationen durchführte. Seit dem Jahr 2007 hat er rund 1.000 Mal das künstliche Hüftgelenk besonders schonend über das sogenannte AMIS-Verfahren (Anterior Minimal Invasive Surgery) eingebracht.

Meist ist bereits am Operationstag ein Aufstehen unter Vollbelastung möglich. Dadurch kann der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden, er liegt in der Regel bei nur noch fünf bis sieben Tagen. "Weitere Vorteile sind ein geringerer Schmerzmittelbedarf, geringerer Blutverlust, kleinere Narben und ein geringeres Risiko der Ausrenkung des Kunstgelenkes", so Dr. Könighaus. Auch kommt es durch die Schonung der Muskulatur deutlich seltener zu einem sogenannten Hüfthinken nach der Operation, die schnellere Mobilisation vermeidet zusätzlich das Auftreten von Thrombosen.

Die Zuhörer nutzten am Ende des Vortrags die Gelegenheit sich Gelenkprothesen anzuschauen und Fragen zu stellen. Eine Terminvereinbarung mit Dr. Könighaus ist im Sekretariat des St. Elisabeth-Hospitals Beckum unter der Tel.: 02521/ 841611 möglich.

Kleine Schnitte - große Schritte

Dr. med. Bernhard Philipps (re.) führt am St. Elisabeth-Hospital Beckum Fußkorrekturen durch und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem operationstechnischen Assistenten, Christian Kiemann.

Im St. Elisabeth-Hospital Beckum ist es seit einigen Monaten möglich, von dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. med. Bernhard Philipps, Korrekturen von Fuß- und Zehenfehlstellungen bei Kindern und Erwachsenen durchführen zu lassen.

Seit rund einem halben Jahr ist Dr. med. Bernhard Philipps, niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Orthopädischen Behandlungszentrum Hamm (OBZH), am St. Elisabeth-Hospital Beckum, innerhalb der Abteilung für Orthopädische Chirurgie und Endoprothetik (Chefarzt Dr. med. Matthias Zurstegge), als zusätzlicher Operateur tätig. Neben seiner Praxistätigkeit in Hamm, führt er im Beckumer Krankenhaus minimal-invasive Operationen am Fuß durch, wie sie in Italien bereits seit längerem praktiziert werden.

"Der Fuß ist viele Jahre lang nicht im Fokus von Operationen gewesen. Erst mit der Gründung der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk e.V. (D.A.F.) rückte der Fuß ins Licht und neue Operationsmethoden wurden entwickelt", so Dr. Philipps. In seinen Augen ist es wichtig zunächst eine umfassende Diagnose zu erstellen. "Ich verschaffe mir immer einen Eindruck, indem ich mir das Gangbild des Patienten anschaue, dann den Fuß in die Hand nehme und ein Röntgenbild erstelle", so der Facharzt. Anschließend wird entschieden, ob es möglich ist, konservativ zu behandeln oder ob eine Operation erfolgen muss.

In seine Sprechstunde am OBHZ kommen Kinder und Erwachsene im Alter von 10 bis 80 Jahren. "Gerade bei Kindern können Fehlstellungen am Fuß in der Wachstumsphase korrigiert werden, was dazu führt, dass im Erwachsenenalter keine Beschwerden auftreten", so Philipps. "Ein gutes Beispiel ist Tim, ein 12-jähriger, der mit zwei schweren Knickfüßen vom Kinderarzt zu mir geschickt wurde", erinnert er sich. Der Junge hatte beim Gehen einen Überlastungsschmerz, beide Füße wurden operiert. Die Zeit im Krankenhaus betrug drei Tage und anschließend konnte Tim wieder mit Spezialschuhen normal laufen, ohne das er eine längere Zeit in der Schule fehlte. Auch beim älteren Patienten, dessen Füße aufgrund von Fehlstellungen schmerzen sind schonende, minimalinvasive Eingriffe möglich, die die Lebensqualität wieder erhöhen.

"Der große Vorteil ist, dass die Patienten nach dem minimal invasiven Eingriff in der Regel schneller wieder mobil sind und so der Heilungsverlauf verkürzt wird", betont der Facharzt, der auf 20 Jahre Erfahrung zurückblicken kann. Eine Terminvereinbarung mit Dr. Philipps ist unter der Telefonnummer: 02381/95530 möglich.

 

Minimal-invasiver Hüftgelenkersatz (AMIS)

Neue OP-Methode am St. Elisabeth-Hospital Beckum

Über die gelungene Operation freuen sich die Patientinnen Gisela Valenti und Cordula Heß (v.l.). Im Hintergrund das Behandlungsteam (v.l.):Gesundheits- und Krankenpfleger Nicolai Weinberg, Dr. med. Michael Könighaus, Dr. med. Matthias Zurstegge, die Physiotherapeutin, Katja Schnitker und der Operationstechnische Assistent, Christian Kiemann.

Das St. Elisabeth-Hospital Beckum ist derzeit die einzige Klinik im Kreis Warendorf, in der das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes mit Hilfe des AMIS-Verfahrens erfolgt. Der große Vorteil ist, dass die Patienten nach dem minimal invasiven Eingriff in der Regel schneller wieder mobil sind und so der Heilungsverlauf verkürzt wird.

Seit einem halben Jahr ist Dr. med. Michael Könighaus, niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Orthopädischen Behandlungszentrum Hamm (OBZH), am St. Elisabeth-Hospital Beckum innerhalb der Abteilung für Orthopädische Chirurgie und Endoprothetik (Chefarzt Dr. med. Matthias Zurstegge) als zusätzlicher Operateur tätig. Neben seiner Praxistätigkeit in Hamm führt er im Beckumer Krankenhaus minimal-invasive Operationen am Hüftgelenk durch, wie sie in Süddeutschland und der Schweiz bereits seit längerem praktiziert werden.

"Ich bin am Donnerstag vergangener Woche operiert und Montag entlassen worden", erzählt die 47-jährige Cordula Heß aus Bönen, bei der ein Hüftgelenk ersetzt werden musste. Seit einem Jahr hatte sie Schmerzen, konnte das Kupplungspedal des Autos nicht mehr treten und entschied sich zu der Operation. "Meine Zimmernachbarin, die 72-jährige Gisela Valenti, nahm mir die Angst vor der OP, da sie bereits vor drei Monaten nach der gleichen Methode ein Hüftgelenk eingesetzt bekommen hatte und nun zu einer Operation der zweiten Seite ins St. Elisabeth-Hospital Beckum gekommen war", erzählte Cordula Heß. Sie freute sich, dass der Eingriff nicht in Vollnarkose vorgenommen werden musste. "Ich konnte am dritten Tag nach der OP bereits wieder laufen und das ohne Rollator, nur mit Gehstützen", berichtet Gisela Valenti, die gemeinsam mit einer Physiotherapeutin auch das Treppensteigen trainierte. Drei Jahre lang hatte sie Schmerzen und konnte nur noch im Sitzen im Sessel schlafen. "Ich bin wirklich froh, dass alles so reibungslos funktioniert hat und ich mich wieder ohne Schmerzen bewegen kann. Steffi Graf hat auch Hüftprobleme, ihr werde ich schreiben und ihr raten, sich im Beckumer Krankenhaus operieren zu lassen", sagte sie entschlossen mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

"Wenn die Knorpelschicht im Hüftgelenk durch Abnutzung, Entzündung oder andere Gründe so weit geschädigt ist, dass die reguläre Gleitfunktion nicht mehr stattfinden kann, folgen oft Beschwerden mit Schmerzen und einer zunehmenden Bewegungseinschränkung", erläuterte Dr. Zurstegge. Die alltäglichen Dinge wie Gehen, Hinsetzen und Aufstehen aus einem Stuhl sind schmerzhaft und fallen zunehmend schwer. Oft sind auch schon Beschwerden in Ruhe sowie ein Nachtschmerz vorhanden.

Wenn konservative Maßnahmen (Krankengymnastik, Anpassung der Belastung und ggf. Einsatz von Hilfsmittel, Einnahme von Medikamenten etc.) keinen ausreichenden Therapieerfolg mehr zeigen, sollte ein Hüftgelenkersatz in Betracht gezogen werden. Der chirurgische Hüftgelenkersatz ist eine sichere und effektive Maßnahme, um schmerzfreie Mobilität zurückzugewinnen.

Bereits seit 1960 etabliert, zählt der chirurgische Hüftgelenkersatz zu den erfolgreichsten Operationen in der gesamten Medizin. Kontinuierliche Fortschritte in der Implantationstechnik und Technologie haben zu diesem großen Erfolg geführt.

"Bei der minimal invasiven Operation zum Einbringen eines künstlichen Hüftgelenkes wählt der Operateur einen anatomisch vorgegebenen Weg zwischen den Muskelgruppen am vorderen Oberschenkel. Die Muskeln werden lediglich zur Seite gehalten", erläuterte Dr. Könighaus. Im Gegensatz zu den traditionell etablierten Zugangswegen ist der Hautschnitt oft kleiner.

"Der große Vorteil ist, dass die Patienten nach dem minimal invasiven Eingriff in der Regel schneller wieder mobil sind und so der Heilungsverlauf verkürzt wird", betont der Facharzt, der am St. Elisabeth-Hospital Beckum im letzten halben Jahr bereits 50 dieser Operationen durchführte. Seit dem Jahr 2007 hat er rund 1.000 Mal das künstliche Hüftgelenk besonders schonend über das sogenannte AMIS-Verfahren (Anterior Minimal Invasive Surgery) eingebracht.

Meist ist bereits am Operationstag ein Aufstehen unter Vollbelastung möglich. Dadurch kann der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden, er liegt in der Regel bei nur noch fünf bis sieben Tagen. "Weitere Vorteile sind ein geringerer Schmerzmittelbedarf, geringerer Blutverlust, kleinere Narben und ein geringeres Risiko der Ausrenkung des Kunstgelenkes", so Dr. Könighaus. Auch kommt es durch die Schonung der Muskulatur deutlich seltener zu einem sogenannten Hüfthinken nach der Operation, die schnellere Mobilisation vermeidet zusätzlich das Auftreten von Thrombosen.

Eine Terminvereinbarung mit Dr. Könighaus ist im Sekretaiat unter der Tel.: 02521/ 841611 möglich.