Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Form von Inkontinenz oder einer Beckenbodenfunktionsstörung. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen. Dennoch erhalten viele Erkrankte keine ausreichende medizinische Versorgung – obwohl moderne Behandlungsmöglichkeiten heute sehr gute Erfolgsaussichten bieten. Bei einer gezielten Therapie liegen die Chancen auf eine deutliche Besserung laut Experten bei 80 bis 90 Prozent.
Mit der Veranstaltung möchte das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Ahlen-Beckum aufklären, Hemmschwellen abbauen und moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten vorstellen. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft weist seit Jahren auf bestehende Versorgungsdefizite hin und unterstützt Betroffene dabei, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Unter dem Motto „Wir wollen, dass IHR Leben lebenswert bleibt“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit Fachreferenten aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen.
Nach der Begrüßung durch Guido Boucsein, Chefarzt der Urologie am St. Elisabeth-Hospital Beckum, spricht dieser um 16 Uhr zum Thema „10 Millionen! Du auch?“. Anschließend informiert Urotherapeutin Nadine Theiß darüber, was Betroffene selbst tun können, um trotz Blasenschwäche gut zu leben.
Weitere Vorträge widmen sich der weiblichen Harninkontinenz, geriatrischen Aspekten der Erkrankung sowie der Stuhlinkontinenz. Referieren werden unter anderem Dr. med. Hanna Brings, leitende Oberärztin der Frauenklinik des St. Franziskus-Hospitals Ahlen, Dr. med. Thea Krüger, Chefärztin der Geriatrie am St. Elisabeth-Hospital Beckum, sowie Giovanni Licata, Oberarzt der Viszeralchirurgie am St. Franziskus-Hospital Ahlen.
Im Anschluss an die Vorträge stehen die Referenten für persönliche Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus präsentieren Kooperationspartner an Informationsständen verschiedene Unterstützungs- und Versorgungsangebote.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



