Arzneimitteltherapiesicherheit - AMTS

Wer kennt es (nicht)? Besonders chronisch kranke und ältere Menschen benötigen oftmals eine Vielzahl an verschiedenen Medikamenten. Mit der Anzahl der eingenommenen Medikamente steigt jedoch auch das Risiko für Neben- und Wechselwirkungen.  Im St. Elisabeth Hospital Beckum wird innerhalb einer interdisziplinären Zusammenarbeit Wert auf die Vermeidung von Arzneimittelrisiken durch mehr Arzneimitteltherapiesicherheit, kurz AMTS, gelegt.

Die Versorgung unseres Hauses mit Arzneimitteln erfolgt über die Krankenhausapotheke medicalORDER®pharma in Ahlen. Hier in der Klinik ist ein Stationsapotheker tätig, der für alle Themen der Arzneimitteltherapie für Pflegekräfte und Ärzte als Ansprechpartner dient.

Gleich zu Beginn ihres stationären Aufenthaltes haben sie Kontakt zu einem Stationsapotheker, der mit Ihnen ihre häusliche und ihre Bedarfsmedikation durchsieht und in der Patientenakte der Klinik online dokumentiert. Schon hier überprüft der Apotheker die von ihnen genannten Medikamente auf Neben- und Wechselwirkungen, überprüft die Dosierungen und Einnahmeintervalle und stimmt ggf. mit ihrem Hausarzt Frage- und Problemstellungen ab.

Aus diesem Patienten - Apothekergespräch entsteht ein individueller Medikationsplan für den stationären Aufenthalt, der im Anschluss von einem ärztlichen Kollegen überprüft und freigegeben wird. Mit dieser Arzneimittelanamnese wird unter dem therapeutischen Team aus Ärzten, Pflegekräften und Apothekern Transparenz der eingenommenen oder angewendeten Arzneimittel erzeugt und gleichzeitig die AMTS deutlich erhöht. Insbesondere die behandelnden Ärzte erfahren durch diesen Erstkontakt wichtige Hinweise und nehmen notwendige Therapieanpassungen vor.

Der Klinikapotheker nimmt Einfluss auf die AMTS, durch Teilnahme an Visiten oder Therapieanfragen z.B. zu Arzneimitteln mit hohem Risikopotenzial oder durch Überprüfungen des Therapieregimes durch einen sogenannten „Interaktions-Check“ oder zu Fragen der Antibiotikatherapie.

Stationsapotheker stehen Ärzten, Pflegekräften und Patienten jederzeit für Fragen rund um die Arzneimitteltherapie oder der Anwendung von Arzneimitteln z.B. bei Asthmatikern oder Diabetikern zur Verfügung.

Auch auf dem Weg nach Hause zum Ende der stationären Behandlung steht der Stationsapotheker zur Verfügung, um Klarheit in der Entlassmedikation zu vermitteln. Das Ziel ist

  • das richtige Arzneimittel
  • in der richtigen Dosierung
  • zum richtigen Zeitpunkt

einzunehmen, dazu dient ein vom Arzt erstellter Medikationsplan für die Zeit nach der stationären Behandlung. So erhalten sie die richtigen Informationen über die täglich benötigten Arzneimittel und können diese Information an den behandelnden Hausarzt übergeben.

AMTS ist eine umfassende Aufgabenstellung für alle am Behandlungsprozess beteiligten Disziplinen. Daher ist eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Patienten und Ärzten, Apothekern und Pflegekräften erforderlich. Für das St. Elisabeth Hospital in Beckum ist das Wohlergehen der behandelten Patienten besonders wichtig, deshalb ist AMTS für das therapeutische Team von besonderer Bedeutung in Gewährleistung eines täglich optimalen Medikationsprozesses.